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ESCHATOLOGIE

 Es geschah in einem Theater, dass in den Kulissen Feuer ausbrach. Der Spaßmacher trat hervor, um das Publikum zu unterrichten. Man hielt es für einen Scherz und applaudierte. Er wiederholte es: man jubelte noch lauter. Ebenso denke ich, wird die Welt zugrunde gehen: Unter allgemeinem Jubel von witzigen Köpfen, die glauben, es sei ‚ein Witz.“ Sören Kierkegaard

 



Die hier vorgestellte Serie Eschatologie entstand im Dialog mit der französischen Philosophin Claude Molzino. Ein Nebenprodukt der zahlreichen Gespräche anlässlich der Vorbereitung eines Buch und Ausstellung-Projektes.

Impermanenz, Vergänglichkeit, Epochenwechsel, aber auch Entfremdung, Entfremdung vom Leben, die Massifizierung der Existenz, des Todes, sind einige der Schlüsselthemen die in der Serie Eschatologie zu finden sind.
Eschatologie, nicht als Ende der Zeit, aber Endzeit, das Ende der Welt,  Die Welt, trügerisch heimlich, wird im Blick des Photographen fremd, un-heimlich, im heideggerischen Sinne. Es gibt Risse in der Wahrnehmung des Vertrauten, die den Blick auf Anderes freigeben, die vertraute Welt als Illusion entschleiern.



Das antike Griechenland, das Tenochtitlan der Azteken, Metaphern der Zivilisation, was bleibt ? Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch ..
Verbleichende Erinnerungen im ewigen Jetzt. Die Industrialisierung des Todes, Verachtung des Lebens, Holocaust, noch im vor-nuklearen Zeitalter, Hiroshima mon Amour ! Tu n’as rien vu. Das Ende ist schon Vergangenheit. Warten auf den Anbruch einer neuen Welt. Warten auf die Vollendung der Schöpfung.